Vorgehen beim Einsatz „Brandmeldeanlage“

1.Während der Anfahrt Informiert sich der Einsatzführer/Einsatzleiter mithilfe des Feuerwehrplans über das Objekt. 

2. Grundsätzlich wird am Objekt immer zuerst der Objektschlüssel aus dem FSD (Feuerwehr-Schlüssel-Depot) entnommen, auch wenn der Betreiber beteuert, alle Schlüssel zur Hand zu haben. 

3. Der Einsatzleiter begibt sich zur Erstinformationsstelle und stellt dort die ausgelösten Melder am FAT (Feuerwehr-Anzeige-Tableau) fest.

4. Danach wird die Feuerwehrlaufkarte der entsprechend ausgelösten Meldergruppe entnommen. WICHTIG: Melderart beachten!

5. Um weitere ausgelöste Melder zu bemerken, muss sich immer ein mit Funk ausgerüsteter Feuerwehrkamerad an der BMZ (Brand-Melde-Zentrale) aufhalten. Eine weitere ausgelöste Meldergruppe wird bei einer bereits ausgelöste BMA (Brand-Melde-Anlage) nicht an die Leitstelle übertragen. Folgealarme werden also erst übertragen, wenn die BMA zurückgestellt ist. 

6. Handfeuermelder müssen im Gegensatz zu automatischen Meldern manuell zurückgestellt werden. Bei allen Meldern ist gleich, dass der Drucktaster nach der Betätigung arretiert wird und eine rote LED die Auslösung des Melders anzeigt. Der Melder ist mittels eines speziellen Schlüssels zu öffnen und der Arretierhebel zu lösen, wenn er nicht bereits durch den Öffnungsvorgang des Meldergehäuses entriegelt wurde. Dieser Arretierhebel sitzt je nach Meldertyp im Gehäuse an der linken Seite oder rechts oberhalb der Scheibe. Es gibt jedoch auch Melder, die nur durch Schließen des Schlosses bereits zurückgestellt werden. 

7. Der ausgelöste Melder ist immer zu kontrollieren (d.h., nicht nur der Raum, sondern der ausgelöste Melder ist in Augenschein zu nehmen). Der Melder wird immer nach dem auf der Feuerwehrlaufkarte aufgedruckten Weg aufgesucht. Der Angriffstrupp begleitet den Einsatzleiter mit Pressluftatmer und Kleinlöschgerät.

8. Spätestens nach der Kontrolle des ausgelösten Melders muss eine Lagemeldung an die Leitstelle abgesetzt werden (beachte: Unterscheidung Fehl- und Täuschungsalarm)

9. Nach der Kontrolle des ausgelösten Melders sollte der Betreiber der BMA verständigt werden, auch bei einer „Fehlauslösung“ der Anlage. Ist er, bzw. sind dessen Mitarbeiter nicht vor Ort, kann dies ggf. über die Leitstelle erfolgen. Grundsätzlich ist die BMA-Auslösung im Betriebsbuch der Brandmeldeanlage einzutragen.

10. Zum Abschluss wird der Objektschlüssel wieder in das Feuerwehr-Schlüsseldepot gesteckt und um 90 Grad gedreht. Danach wird das FSD geschlossen.

11. Die Brandmeldeanlage wird immer über das Feuerwehr-Bedienfeld zurückgesetzt – nie über die Brandmeldezentrale. Einsatzkräfte der Feuerwehr dürfen niemals Meldergruppen außer Betrieb nehme – auch nicht, wenn die gleiche Meldergruppe in kurzen Abständen mehrfach ausgelöst hat. Ggf. bleibt die Feuerwehr bis zur Übergabe der Einsatzstelle an den Betreiber (evtl. mit reduzierten Kräften) vor Ort.

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